Wir über uns

Die Ortsfeuerwehr Liedingen ist eine von insgesamt 13 Ortsfeuerwehren der Gemeinde Vechelde. Wir sind als Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug TSF (Baujahr 2002) ausgestattet.

Das TSF und die persönliche Schutzausrüstung sind in unserem Feuerwehrhaus untergebracht. Dieses wurde 1993 bezogen und verfügt über zwei Einstellplätze. Da in unserem Feuerwehrhaus kein Schulungsraum zur Verfügung steht, nutzen wir für Schulungen, Besprechungen und Versammlungen das neben dem Feuerwehrhaus gelegene Dorfgemeinschaftshaus.

Neben den Aufgaben Brandbekämpfung und Hilfeleistung bilden wir eine First-Responder-Einheit, die bei dem Stichwort „bewusstlose Person“ mit dem Rettungsdienst in den Ortschaften Bettmar, Bodenstedt, Köchingen und Liedingen ausrückt. Hierfür sind wir unter anderem mit einem automatischen externen Defibrillator (AED) ausgerüstet.

Gemeinsam mit den Ortsfeuerwehren Bettmar und Sierße/Fürstenau bilden wir den Löschverbund West in der Gemeinde Vechelde. Ab einem bestimmten Umfang, entsprechend der Alarm- und Ausrückeordnung (AAO), werden wir zu Einsätzen gemeinsam alarmiert. Um das Zusammenwirken bei diesen Einsätzen sicherzustellen, werden regelmäßig Ausbildungsveranstaltungen im Löschverbund durchgeführt.

Wir wirken außerdem im Fachzug Personalreserve der Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost des Landkreises Peine mit und haben schon an mehreren überregionalen Einsätzen teilgenommen (zuletzt im Juli 2019 in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern).

Neben der Einsatzabteilung haben wir als einzige Ortsfeuerwehr der Gemeinde Vechelde einen Spielmannszug als Abteilung in der Ortsfeuerwehr.

Weiterhin haben wir eine Jugendfeuerwehr. Da wir zur Zeit nicht genug Kinder und Jugendliche in der Jugendfeuerwehr haben, um einen interessanten Dienst zu gestalten, arbeiten wir mit der Jugendfeuerwehr Sierße/Fürstenau zusammen.

 

Geschichte unserer Feuerwehr

Im Jahre 1874 wurde im Herzogtum Braunschweig ein Gesetz erlassen, nach dem in jedem Dorf zur besseren und schnelleren Brandbekämpfung eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen sei. Bis dahin hatte die Art der Löschhilfe oft zu großen Feuersbrünsten geführt.

Auch in Liedingen wurde 1874 eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen, der jedoch kein langes Dasein beschieden war. Durch dörfliche Zwistigkeiten löste sie sich bald wieder auf. Die von der Gemeinde angeschafften Uniformen und Helme landeten auf dem Kirchenboden. Die alte Pflichtfeuerwehr, der alle männlichen Einwohner ab 18 Jahren angehören mussten, übernahm nun wieder den Brandschutz, unter dem Kommando des Gemeindevorstehers.

1924 fanden sich dann wieder eine Reihe tatkräftiger junger Männer zusammen und gründeten am 26. Juni die Freiwillige Feuerwehr neu. 33 Mitglieder traten ihr sofort bei. Zunächst machte noch die alte Handdruckspritze ihren Dienst, doch bei den vielen Einsätzen in der Umgebung bei Großbränden von Bauernhöfen, die in dieser Zeit häufig auftraten, erwies sich dieses Gerät als unzureichend und durch die Pferdebespannung als zu langsam. Also wurde 1934 durch die Gemeinde die erste Motorspritze angeschafft. Darauf waren alle Feuerwehrmänner mächtig stolz.

Zu vielen Bränden wurde die Wehr gerufen, doch ihre größte Belastung bestand sie in den letzten Kriegsjahren, als die Mehrzahl der Mitglieder an den Kriegsfronten stand, und die restlichen Kameraden oft Tag und Nacht bei der Brandbekämpfung in den verwüsteten Städten Braunschweig und Hildesheim oder bei der Bombensuche bis in die Asse hinein eingesetzt waren.

Nach dem Kriege verstärkte sich die Wehr schnell durch die Zugänge vieler junger Kameraden. Die Einsatzfähigkeit und Beweglichkeit wurden noch erhöht, als am 9.Mai 1970 die Gemeinde der Wehr ein modernes Löschfahrzeug LF8-TS übergab.

Im selben Jahr wurde auch der chronische Wassermangel vieler Jahre durch den Bau der Wasserleitungen und der Erstellung von Hydranten behoben. Schadensfeuer sind seitdem zumeist schon in ihrer Entstehung bekämpft und gelöscht worden.

In Liedingen selbst waren einige größere Schadensfeuer zu verzeichnen, so ein Wohnhausbrand im Jahre 1955 und der durch einen Blitzschlag ausgelöste Brand eines Stallgebäudes im Jahr, wobei das Wohnhaus durch schnelle und umsichtige Brandbekämpfung erhalten blieb. 1973 brannte der Saal, auch hier konnte durch schnelle Löschhilfe ein Großbrand verhindert werden. Im Dezember 1989 brannte ein Wohnhaus an der Bodenstedter Straße/Ecke Zufahrt zum Friedhof. Der letzte große Brand ereignete sich im Jahr 2002, als ein unter Denkmalschutz stehendes Wohnhaus eines landwirtschaftlichen Hofes ausbrannte. Das Übergreifen des Brandes auf die Nebengebäude konnte durch den Einsatz mehrerer Ortsfeuerwehren der Gemeinde verhindert werden.

Am 5. Juni 1975 wurde dann die Jugendfeuerwehr gegründet, zunächst mit 14 Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren, die mit viel Freude und Eifer ans Werk gingen.

1976 beschaffte die Gemeinde 4 Atemschutzgeräte. Seitdem können Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff durchgeführt werden.

1993 wurde endlich das neue Feuerwehrhaus fertig, das die alten Häuser von 1859 und 1970 ersetzte. Den Abriss dieser nicht mehr benötigten Gebäude führte die Liedinger Wehr in eigener Regie durch, und ermöglichte so eine Erweiterung des Dorfplatzes.

Ende 2002 wurde das LF8-TS durch ein TSF ersetzt, welches noch vor der offiziellen Übergabe bei dem bereits erwähnten Brand eines landwirtschaftlichen Hofes zum Einsatz kam.

Am 08.03.2008 wurde auf Betreiben von Siegmar Eggeling eine „First Responder“ oder auch „Helfer vor Ort“-Einheit aufgestellt. Diese wird beim Stichwort „Bewusstlose Person“ in den Ortschaften Liedingen, Bettmar, Köchingen und Bodenstedt alarmiert. Außerhalb dieser Orte auch dann, wenn kein Rettungswagen in der Nähe verfügbar ist. Für diese Aufabe wurden ein automatisierter externer Defibrillator (AED) und weitere Rettungsmittel angeschafft.

Bisherige Wehrführer/Ortsbrandmeister:

ab 1924 Heinrich Schäfer

ab 1937 Heinrich Lies

ab 1945 Alfred Führmann

ab 1953 Otto Timpe

ab 1971 Theo Werthmann (von 1984 bis 1990 Gemeindebrandmeister)

ab 1984 Walter Ehlers

ab 1991 Hans-Jürgen Belger

ab 2003 Volker Werthmann

seit 2009 Christian Schäfer

 

Bisherige Jugendfeuerwehrwarte

ab 1975 Hermann Lies

ab 1980 Siegfried Juras

ab 1994 Lars Steinmann

ab 1997 Matthias Püschel

ab 1998 Mario Behrens

ab 2004 Tobias Streich

ab 2005 Mario Behrens (von 2004 bis 2010 stellv. Gemeindejugendfeuerwehrwart)

ab 2014 Tobias Streich

ab 2015 Steffen Brandes

seit 2019 Lena Behrens